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Sonntag, 18. September 2011

Funkenschlag Benelux/Zentraleuropa

Bei dieser Erweiterung des Strategie-Klassikers Funkenschlag, sorgen eine kleinere Karte und ein schnellerer Kraftwerk-Wechsel, für ein schnelles Funkenschlag-Vergnügen.

Jede Runde wird zusätzlich das kleinste Kraftwerk aus dem Spiel genommen. Das ist neu und sorgt dafür, dass der "Schrott" nicht mehr die Auslage blockiert. So wird das Spiel beschleunigt.

Wir haben diese Erweiterung gestern zu fünft gespielt und waren doch relativ schnell durch. Zu sechst haben wir es noch nicht ausprobiert, ich kann mir aber vorstellen, dass das zu viele Spieler wären. Wenn man nur das Grundspiel spielen würde, wären auch fünf Spieler eindeutig zu viel, so würde das Spiel zu lange dauern.

Es gibt wenig bis keine Intervention zwischen den Spielern. Man kann andere Spieler lediglich dadurch beeinflussen, dass man ihnen
  • ... die besten Kraftwerke "wegschnappt"
  • ... ihnen die benötigten Rohstoffe wegkauft
  • ... oder ihnen bei den Städten in die Quere kommt und ihnen die günstigsten Verbindungen "blockiert"
Das Spiel ist durchaus pädagogisch wertvoll, da man sehr eng wirtschaften muss, sonst bleibt man schnell zurück. Kopfrechnen ist hier erste Pflicht und wer vergisst, dass er/sie auch noch Geld für den Rohstoff-Einkauf benötigt, wird sich schnell auf die Zunge beißen.

Wer bei der Bietrunde für ein Kraftwerk seiner Wahl auch noch Glück hat und nicht allzu viel "blechen" muss, dem wird der Spaß auch nie vergehen (solange er dann noch Geld hat, um Städte zu "kaufen").

Wie immer gewinnt am Ende der Spieler, der in der letzten Runde die meisten Städte versorgen kann. Unter Umständen kann das sehr knapp werden, zwischen den Spielern. Bei Gleichstand entscheidet das "Bankkonto" ;-)

Wie immer kann man hier keine Spieler gebrauchen, die zum Schummeln neigen, denn die anderen Mitspieler können niemals alles überblicken, was sich der Gegner im Kopf ausgerechnet und bezahlt hat.
Zum Glück gibt es aber unter uns Spiele-Liebhabern so etwas wie eine Spieler-Ehre - von uns würde niemand schummeln, damit wird allen der Spaß verdorben!
Verlag:Friedemann Friese
Veröffentlicht:2006
Kategorie:Strategie (Wirtschaft)
mögl. Spielerzahl:2-6
empfohl. Spielerzahl:3-4
Spieldauer:1,5 Stunden

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Spielspaß:3
Wiederspielwert:3
Taktik:3
Glück:2
Regelumfang:2
Gesamteindruck:3
Dieses Wirtschafts-Stratgie-Spiel macht auch nach wiederholtem Spielen immer wieder Spaß. Die einfachen Regeln ermöglichen jedes Mal einen schnellen Einstieg. Das Thema ist gut umgesetzt, was den Spielspaß noch steigert. Als Familienspiel super geeignet.

Sonntag, 4. September 2011

Mylady und die Musketiere


Heute haben wir ausgiebig Mylady und die Musketiere gespielt.

In diesem kooperativem Abenteuerspiel müssen die Musketiere gemeinsam versuchen eine Questreihe ("Die Diamantennadel"), bestehend aus vier Teilquesten, zu meistern. Dabei werden Sie von Mylady immer wieder abgelenkt und müssen sich an den Nebenschauplätzen Paris, Le Louvre und La Rochelle den Herausforderungen und Duellen stellen.


In fünf Spielen haben wir versucht, mit drei Musketieren, Myladys Machenschaften zu durchkreuzen. In den ersten beiden Spielen hatten wir D'Artagnan, Athos und Porthos dabei, in den letzten drei Spielen, hatten wir D'Artagnan mit Tréville ausgetauscht. Damit haben wir den Kämpfer durch einen Taktiker ersetzt.

Leider sind alle unsere Bemühungen fehlgeschlagen. Wir konnten kein einziges Spiel gewinnen auf der Seite der Musketiere.

Die Fehlersuche erwies sich als schwierig, nachdem auch "Mylady" zugeben musste, bei unseren Aktionen keine groben Fehler erkannt zu haben. Ob das Gewinnen nur mit mindestens vier Musketieren möglich ist, wage ich zu bezweifeln, da ich in der Vergangenheit schon des öfteren zu fünft (gesamt) gespielt habe und trotzdem noch nie gewonnen habe. Unsere Mylady war einfach zu "ausgefuchst".

Nach der fünften Partie, hatten wir keine Energie mehr um noch einmal von vorne anzufangen. Trotzdem müssen wir das irgenwann wiederholen, das ist schließlich "Eine Frage der Ehre".

Das Spiel ist eines meiner liebsten Koop-Spielen. Es bietet den Spielern viel Abwechslung und Spielspaß.
Leider muss ich das äußerst schlecht konzipierte Regelwerk kritisieren, dass auf den Spieler verwirrend unstrukturiert wirkt und auch einige Fragen offen lässt.

In diesem Sinne: Einer für alle und alle für einen.

Hier findet ihr die Regeln von "Mylady und die Musketiere".
Verlag:Asmodee
Veröffentlicht:2010
Kategorie:Kooperativ
mögl. Spielerzahl:1-5
empfohl. Spielerzahl:mind. 3
Spieldauer:< 1,5 Stunden

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Spielspaß:4
Wiederspielwert:4
Taktik:3
Glück:3
Regelumfang:3
Gesamteindruck:4
Ein schönes kooperatives Spiel, für alle Musketier-Fans, bei dem man kommunikativ sein muss und auf die anderen Spieler achten muss.


(Bemerkung: Da sich dieser Blog noch im Aufbau befindet, werden Punkte wie Kategorisierung und Bewertung noch überarbeitet/strukturiert.)